Betreuungsprozess

Bei der Begleitung der Menschen orientieren wir uns, wie oben beschrieben, an den Zielsetzungen der Selbstbestimmung und Teilhabe. Um diese Ziele umzusetzen, arbeiten wir mit Empowerment Strategien.

Die Theorie des Empowerment fordert eine Orientierung an den Stärken, Kompetenzen und Fähigkeiten des Individuums, welches ihm oder ihr ermöglicht sich mit aktuellen Gegebenheiten auseinandersetzen und eigene Lösungsmöglichkeiten zu entwickeln. Damit ist die Voraussetzung für menschliche Entwicklung und Entfaltung gegeben.

Bezugsbetreuung:

Die „Selbstermächtigung“, „Selbstbefähigung“ (Empowerment) der Klienten/innen ist grundlegender Betreuungsinhalt, Bei der Verwirklichung steht Klienten/innen eine Bezugsbetreuungsperson zur Seite. Das System der Bezugsbetreuung hat in der sozialen Arbeit einen zentralen Stellenwert und ist in unserer Arbeit klar definiert. Eine empathische Haltung bildet dabei die Grundlage jedes pädagogischen Handelns. Sie bildet die Basis zur Vertrauensbildung.

Aufgaben und Zuständigkeiten der Bezugsmitarbeiter/innen:

  • Hauptansprechpartner/in für Klienten/innen
  • Erstellen der Ziel und Maßnahmen Planung auf der Grundlage des Teilhabeplans
  • Koordination von Terminen ( Ärzte/innen, Besuche)
  • Kontaktpflege zu Angehörigen und gesetzlichen Betreuer/innen
  • Dokumentation besonderer Ereignisse, Leistungsnachweis

Planung und Dokumentation:

Die einrichtungsinternen Betreuungspläne orientieren sich an den Individuellen Teilhabeplänen der Leistungsträger und werden gemeinsam mit den Klienten/innen in Zusammenarbeit mit den gesetzlichen Betreuer/innen erstellt.

Zur Abbildung des Betreuungsprozesses werden der Grad der Zielerreichung regelmäßig überprüft sowie durchgeführte Maßnahmen und besondere Ereignisse dokumentiert. Die erbrachten Leistungen werden von Klienten/innen quittiert. Das Quittieren der erbrachten Leistung erfolgt nach jedem Kontakt mit Klienten/innen und ist von hoher Bedeutung für unser pädagogisches Handeln.

Die Überprüfung des Grades der Zielerreichung sichert ein einheitliches Controlling unserer Arbeit und bietet Planung, Realisierung und Möglichkeit der Auswertung unserer Arbeit.

Eine umfassende Klienten/innen-Dokumentation beinhaltet für uns außerdem:

  • Verlaufsbericht, Dokumentation erfolgt täglich
  • Protokolle von Fallbesprechungen und Team-Besprechungen
  • Medikamentendokumentation

Der Schutz der Sozialdaten ist sicher gestellt. Die Mitarbeitenden werden ergänzend zum Arbeitsvertrag auf die Einhaltung der datenschutzrechtlichen Vorschriften verpflichtet.

Organisation:

Die Mitarbeitenden suchen den/die Klienten/in in der Regel in seinem Rückzugsbereich auf. Hierbei werden sowohl feste Besuchszeiten als auch flexible Beratungstermine in Absprache mit dem/der Klienten/in vereinbart. Um die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu fördern, können auch abends oder an Wochenenden und Feiertagen Assistenzleistungen, sowie in der Gruppe vereinbart werden. Die Personaleinsatzplanung (Dienstplan) wird auf Grundlage der Bedarfe der Klienten/innen abgestimmt.

Nachtbereitschaft:

Für die Klienten/innen ist eine Nachtbereitschaft vor Ort eingerichtet. An Wochentagen von 20.00 Uhr bis 08.00 Uhr, an Feiertagen und Wochenenden von 20:00 Uhr bis 09.00 Uhr. Die Klienten/innen haben so die Möglichkeit in einer Notfall-Krisensituation, die sie nicht selbst bewältigen können, außerhalb der Dienstzeiten mit einem fest eingeplanten Mitarbeitenden persönlichen Kontakt aufzunehmen.